Ein Körper für sich allein

Mit meiner Arbeit möchte ich Menschen darin unterstützen, in ihre Kraft zu finden, sich und ihrer Intuition zu vertrauen und in jeder Beziehung gut für sich zu sorgen, damit sie sich entfalten und ihr Leben gestalten können.

Ein Grund, warum wir uns nicht vertrauen, ist weil wir früh lernen, nicht zu fühlen, was wir fühlen, nicht wahrzunehmen und zu spüren, was wir wahrnehmen und spüren. Wir lernen, Gefühle zu unterdrücken und nicht, wie wir unsere Emotionen erleben und verdauen können. Wir lernen, dass Gefühle stören und wir nicht emotional sein sollten. Wünsche, die meinen Klientinnen in der ersten Sitzung oft formulieren sind: Ich möchte gelassener sein. Ich möchte nicht von allem so angefasst sein. Es sollte mir nicht soviel ausmachen. Ich sollte drüber stehen können… Warum?

Die meisten meiner Klientinnen und Klienten kommen zu mir weil ihre Abwehr- und Schutzmechanismen nicht mehr funktionieren. So sehr sie sich auch anstrengen, drüber zu stehen und zu funktionieren, desto mehr psychische und physische Leiden wie Unruhe, Ängste und Erschöpfung entwickeln sie.

Manche von ihnen haben so verinnerlicht, dass Gefühle nicht sein dürfen, dass es ihnen sehr schwer fällt zu spüren, wann sie traurig, ärgerlich, wütend, abgestoßen oder aufgeregt sind. Sie fühlen sich abgestumpft, leer, entfremdet. Andere reiben sich in Ängsten, Scham oder Schuldgefühlen auf und stecken in einem Teufelskreis aus Anstrengung und Überforderung fest. Sie erleben sich als frustriert und unzufrieden un kommen nicht raus aus Ärger, Misstrauen und Vorwürfen.

Wenn wir keinen Umgang mit unseren Emotionen gelernt haben, dann leben wir im ständigen Kampf mit ihnen oder stumpfen ab. Je mehr Zugang zur Gesamtheit unserer Gefühlswelt und unserer Körperempfindungen wir haben, desto besser spüren wir, was wir brauchen, um kraftvoll und kreativ, verbunden und feinfühlig sein zu können, um uns in unseren Grenzen zeigen und Verantwortung für unser Leben übernehmen zu können. Ohne Zugang zu unseren Emotionen fehlt uns ein Kompass.

Besonders liegt es mir am Herzen mit meiner Arbeit, Frauen einen sicheren und offenen Raum zu geben, in dem sie lernen können, ihrem Körper zu vertrauen, als dem zentralen Ort, den jede Frau besitzt und von dem ausgehend sie gestalten kann. Hier kann die Intensität unterdrückter Gefühle wie Angst, Wut, Trauer und Freude… erlebt und verdaut werden. Ich begleite meine Klientinnen und Klienten dabei diese Wellen zu reiten und als Qualitäten in ihrem Leben zu verankern. Sie lernen Schritt für Schritt ihren Schutzpanzer im Körper loszulassen, sich Ängsten, Scham und Schuldgefühlen zu stellen und aus einem Zustand von Anspannung, Enge und Instabilität in einen Zustand von Ausdehnung, Offenheit und Integrität zu treten. Wenn wir spüren und wahrnehmen, was wir spüren und wahrnehmen, können wir die Verantwortung für unsere Gefühle und Bedürfnisse übernehmen und unser Leben gestalten.